Die GmbH-Gründung – eine immer noch sehr beliebte Rechtsform in Deutschland!
von David Biral

Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist noch immer die beliebteste Rechtsform in Deutschland. Das liegt daran, dass bei dieser Rechtsform die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist.

Der Gesetzgeber sieht allerdings hierfür vor, dass jeder Gesellschafter eine eigene Einlage von mindestens 12.500 Euro macht, damit ein gewisses Gesellschaftsvermögen vorhanden ist. Diese Einlage wird als Stammkapital bezeichnet. Die Gesellschafter können unterschiedlich hohe Stammeinlagen machen, nur müssen es insgesamt mindestens die 25.000 EURO sein. Vor der Eintragung in das Handelsregister müssen so genannte Mindesteinlagen erbracht werden.

Was ist bei einer GmbH-Gründung zu beachten?

Eine GmbH kann bereits mit nur einem Gesellschafter gegründet werden. Von den Gesellschafter(n) wird oder werden einer oder mehrere als Geschäftsführer ausgewiesen. Gleichfalls ist es möglich, Geschäftsführer anzustellen. Die gute und altbekannte GmbH ist  für Unternehmer geeignet, die die Haftung beschränken wollen oder nicht aktiv im Unternehmen tätig sein wollen.

Die Gründungsformalitäten für eine GmbH sind sehr zeitaufwändig. Es sind einige Vertragsgestaltungen notwendig, die alle notariell beglaubigt werden müssen. Spätere Änderungen bedürfen ebenso der notariellen Beglaubigung. Ferner werden die Inhalte der Gesellschafterverträge vom Gesetz vorgegeben oder zumindest ein Rahmen, welche Punkte enthalten sein müssen. Die Gewinnverteilung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, muss aber auch – gerade deshalb – vertraglich geregelt werden. Bevor die GmbH entsteht, d. h. die Eintragung in das Handelsregister, muss der Gesellschaftervertrag abgeschlossen sein, die Einzahlung des Stammkapitals und die Bestellung des/der Geschäftsführer(s) erfolgt sein. Alljährlich muss ein Jahresabschluss durchgeführt werden. Die GmbH unterliegt hier strengeren Offenlegungspflichten als bei anderen Rechtsformen gelten. Die Rechtsform der GmbH wird gerne wegen der Haftungsbeschränkung gewählt.

Fazit:

Aber das, was sich in der Theorie gut anhört, wird in der Praxis meist ganz anders gehandhabt. Kreditgeber sichern in der Regel Kredite der Gesellschaft durch das Privatvermögen der Gesellschafter ab. Dadurch ist die Haftungsbeschränkung nur mit dem Gesellschaftsvermögen umgangen und der Gesellschafter haftet trotz allem mit seinem Privatvermögen. In der Praxis gehört dieses Vorgehen zum Alltagsgeschäft der Banker. Deshalb ist die Haftungsbeschränkung oft nicht gegeben. Für die GmbH gibt es ein eigenes Gesetz, das GmbH – Gesetz, kurz GmbHG.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.