Lohnpfändung

Bei einer Lohnpfändung muss ebenfalls ein in gerichtlich erwirkter Pfändungsbeschluss nach § 829 ZPO vorliegen. Dieser wird in diesem Fall dem Arbeitgeber als Drittschuldner und den Arbeitnehmer als Schuldner zur Verfügung gestellt. Dabei ist wichtig, dass keine anderen Lohnpfändungen vorliegen. Sonst geht es nach der Reihenfolge, in der die Lohnpfändungen eingegangen sind. Dem Schuldner wird von seinem Arbeitsgeber dann monatlich nur noch der Freibetrag, welcher sich aus der Höhe des Gehalts errechnet, zur Verfügung gestellt.

Der Arbeitsgeber überweist den gepfändeten Betrag dann direkt an den Gläubiger. Eine abgewandelte Form der Lohnpfändung ist eine Lohnabtretung. Diese wird zum Beispiel oft bei Krediten als Sicherheit verlangt. Dabei ist keine gerichtliche Pfändung notwendig. Sobald die Zahlungen ausbleiben, kann der Gläubiger innerhalb von 4 Wochen nach Androhung der Offenlegung der Lohnabtretung den Arbeitgeber anschreiben und den pfändbaren Lohnanteil verlangen. Der Arbeitsgeber ist dabei allerdings nicht verpflichtete dies stattzugeben. Wenn eine Lohnabtretung offengelegt wird, ist das Verfahren gleich mit der Lohnpfändung. Allerdings steht die Lohnabtretung in der Priorisierung vor der Lohnpfändung und muss als erstes behandelt werden.
Sollte so ein Fall bei Ihnen eingetreten sein, kann ich Sie dabei unterstützen. Melden Sie sich bei mir und wir können über eine Schuldenregulierung die Lohnabtretung oder Lohnpfändung aussetzten lassen.